Samstag, September 23, 2017

"Die nächste Justiz-Blamage im Fall Kachelmann" – News vom 23. September 2017

1.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf schwere Freiheitsberaubung gegen die Ex-Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann eingestellt. Das ist nicht bloß falsch, sondern peinlich.


Die bekannte Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen berichtet.



2. Lucas Schoppe liefert einen Wahlservice für die SPD.



3. Professor Thomas Hoeren beschäftigt sich damit, wie Männer aus Buchhandlungen verdrängt werden.



4. Die aktuelle Erziehungsministerin der USA hat die Politik der Obama-Regierung, was Vorwürfe sexueller Übergriffigkeit an Colleges angeht, gestern offiziell beendet. Aber ist damit der Alptraum schon beendet? Die Journalistin Ashe Schow ist skeptisch: "This is absolutely a good step forward, but it will be years before schools readjust and our culture realizes that not all sex is rape."



5. Vor dem Parlamentsgebäude Neuseelands hat sich ein Vater im Sorgerechtsstreit selbst verbrannt:

Kerry Bevin, a prominent spokesman for men's rights, said members had contacted the man before the tragedy.

"Being part of the wider men's movement and interested in the welfare of fathers and families, we are deeply connected to this and many of us have been working on this for some 20 years," Bevin said.

"What a terrible thing for his immediate family, and what his children will have to come to terms with is, this is going to scar them for life."

Freitag, September 22, 2017

Deutschland vor der Wahl – News vom 22. September 2017

1. Katja Suding, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, erklärt sich gegenüber dem Väter-Netzwerk zum "Wechselmodell".

Der "Väteraufbruch für Kinder" zeigt sich von der FDP-Linie begeistert.

Auch die "Ärzte-Zeitung" empfiehlt inzwischen das Wechselmodell.



2. Die geschlechterpolitische NGO Manndat hat sich die jungen- und männerpolitische Bilanz der CDU in den zwölf Jahren unter Merkel genauer angeschaut: "Vom Mut, ein Arschloch zu sein".



3. Im Blog "Geschlechterallerlei" untersucht Jonas, ob die Kleinpartei "Freie Wähler" für Männer als Alternative in Frage kommt.



4. Auch Australiens Liberale beklagen die mangelnde Unterstützung für heterosexuelle, weiße Männer.



5. Cassie Jayes Dokumentation über die Männerrechtsbewegung "The Red Pill" kann jetzt auch bei iTunes und Apple TV angeschaut werden.



6. Die Gründe, warum manche Frauen Männern fälschlich sexuelle Übergriffe unterstellen, bleiben kurios. Immerhin hat die Täterin diesmal durch eine Haftstrafe, ruinierte Berufsaussichten und eine öffentliche Bloßstellung eine ungewöhnlich harte Quittung erhalten.



7. Eine US-amerikanische Studentin war in einen Hungerstreik getreten, um zu erreichen, dass ein Professor ihrer Uni, der durch zwei unabhängige Untersuchungen von Vorwürfen sexueller Übergriffigkeit entlastet wurde, gefeuert wird. Die Campus Times berichtete Näheres:

"When they would rather let a student go to the hospital than make the changes," she said of the administration, "that’s going to reflect so incredibly poorly on them that Seligman isn’t going to have a choice. He’s going to have to resign."

She added: "If they let it get to that point, they’re digging their own grave."

In an email to Seligman last Saturday, Wrobel told the president she would be updating him as the effects of the strike worsen "because you need to know the direct consequences of your inaction."

"You are causing people direct and immediate harm — and you deserve to have to face that harm on someone’s physical body so that you cannot avoid it in the ivory tower of Wallis Hall,” she wrote. “You still have a choice — and if you won’t or can’t fire Jaeger, I’d also accept your resignation (something you definitely can do) as a way to end my hunger strike."

(...) Asked what she thinks of her critics — some find her tactics unfair, others stupid — she said, "I don’t think anybody has the right to criticize how oppressed groups protest their oppression."


Inzwischen hat die Studentin nach sechs Tagen ihren Hungerstreik beendet, nachdem der beschuldigte Professor von seiner Uni bis auf weiteres freigestellt wurde.



8. Die Post. Kevin Fuchs, Männerrechtler und Chefredakteur des liberalen Magazins Cuncti, reagiert auf den fragwürdigen Artikel der Basler Zeitung über Hannes Hausbichler:

Rosa Schmitz schreibt: "Was sind das für Männer, die das Gefühl haben, von Frauen unterdrückt zu werden?"

Ja das frage ich mich auch. In der gesamten Männerbewegung ist mir noch nie ein Mann begegnet, der sich von Frauen unterdrückt fühlt, und ich glaube diese Szene einigermaßen gut zu kennen.

Die Männer dort sind eher der Meinung, dass die Einseitigkeit der Gleichstellungspolitik mittlerweile Blüten treibt, die das gesunde Gerechtigkeitsempfinden verletzt und in ihrer Antiquiertheit nicht progressiv sondern eher Victorian Age ist. Grundlage ist außerdem Warren Farrells Ansatz, auf Sozialisation beruhende Argumente aus dem Feminismus auch auf Männer anzuwenden und auch Männern zuzugestehen, von der Gesellschaft geformt und in Rollen gedrückt zu werden. Eine durchaus anspruchsvolle Materie an der Rosa Schmitz scheitert.

Interessant ist, dass es grob zwei Arten von Antimaskulisten gibt: Die einen glauben, dass Maskulisten halt Frauenfeinde sind und das Rad zurückdrehen wollen. Das beruht schlicht auf Unkenntnis.

Viel interessanter ist aber der zweite Typus, zu dem Leute wie Rosa Schmitz oder Andreas Kemper gehören. Das sind die, die den Maskulismus als Spiegelbild zum Feminismus verstehen und den Männern Weinerlichkeit, Selbstviktimisierung und Matriarchats-Verschwörungstheorien andichten. Dumm nur, dass das unter umgekehrtem Vorzeichen eben die Elemente sind, die der Feminismus ständig perpetuiert.

Nun ist es aber nicht so, dass Leute wie Schmitz oder Kemper konsequenterweise auch den Feminismus ablehnen. Es ist auch nicht so, dass die Kernanliegen der Männerbewegung verneint werden. Es wird nur ein unterschiedlicher Maßstab angelegt. Bei Frauen scheint ihnen dieses Verhalten eher legitim, und ich vermute dahinter ein unterschwellig infantilisierendes Frauenbild. Solche Leute werten ein und dasselbe Verhalten bei Frauen großzügiger und galanter, weil sie sie hintergründig einfach nicht so ernst nehmen wie Männer.




Ein anderer Leser schickt mir den folgenden Hinweis:

Seit 2012 gibt es den alljährlichen, global zelebrierten "Distinguished Gentleman´s Ride" (DGR) im September; seit 2013 speziell, um Geld für die Forschung zum Prostatakrebs zu sammeln. In diesem Jahr findet er am 24. September statt und wird auch in zahlreichen deutschen Städten ausgetragen.

Der DGR wurde 2012 von Mark Hawwa in Sydney gegründet und sprach zunächst 2500 Menschen an, im letzten Jahr hatte er bereits 56.000 Teilnehmer in 505 Städten in 90 Ländern, die zusammen 3.6 Millionen Dollar an Spenden aufbrachten. Angemeldet haben sich in diesem Jahr fast 74.000 Fahrer und Fahrerinnen. Thematisch wurde der DGR in 2016 um die Suizid Prävention erweitert und Anliegen ist, in Zusammenarbeit mit der Movember Foundation, das Thema Männergesundheit in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wie der Name "Ride" schon andeutet, richtet sich die Teilnahme speziell an Motorradfahrer – die Spender brauchen hingegen kein Motorrad zu besitzen.

Von der Website:

"Der Distinguished Gentleman's Ride zelebriert die Kunst des eleganten Seins und spezielle, klassische Motorräder. Was das heißt, fragen Sie? Denken an: Monokel, adrett getrimmte Schnurrbärte, Seidenwesten, frisch gebügelte Hemden und maßgeschneiderte Anzüge. Fahren: Café Racer, Bobber, Classic, Tracker, Scrambler, Old School Chopper, Modern Classic, Beiwagen, klassische Roller, Brat Styled Motorräder. Machen: Bringen Sie Ihre besten Manieren, feinste Bartbehaarung, Spaß und ein Lächeln mit.

Zahlen: Die Fahrt ist kostenlos, doch wollen wir diejenigen ermutigen, die mitfahren, auch für diese gute Sache zu spenden und somit helfen, unsere Spenden-Ziele zu erreichen, indem man Freunde, Familie und Kollegen auch dazu bekommt, auf Ihrer persönlichen Spender-Seite mit zu spenden."

Hier die Aufstellung der deutschen Städte, in denen der DGR stattfinden wird.

Einen optischen Eindruck von der Veranstaltung im letzten Jahr verschafft dieses Video.

Der DGR ist mit seinem Fokus auf Männergesundheit eine Erfolgsgeschichte und es ist an der Zeit, ihn außerhalb des Kreises der Motorradfahrer bekannt zu machen.

Mittwoch, September 20, 2017

Offener Brief von Hannes Hausbichler an die Basler Zeitung

Heute morgen berichtete Genderama über Artikel der Basler Zeitung über Hannes Hausbichler, den Bundesvorsitzenden von Österreichs Männerpartei. Jetzt hat Hannes Hausbichler dieser Zeitung einen Brief zugesandt, den er als Offenen Brief gerne auch hier auf Genderama veröffentlicht sieht und der darauf hindeutet, dass dieser Artikel von ähnlicher journalistischer Qualität wie das Hit Piece Sebastian Eders der Frankfurter Allgemeinen gegen mich ist. Wenn Hannes Hausbichlers Darstellungen zutreffen – und ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln –, wurden auch seine Positionen im Interview massiv verzerrt wiedergegeben, teilweise sogar in ihr Gegenteil verkehrt.

Ich selbst habe meine Meinung zu dem Artikel in der "Basler Zeitung" heute morgen bereits geäußert und dokumentiere hier die Stellungnahme/den Offenen Brief Hannes Hausbichlers ohne zusätzliche eigene Wertung und Kommentierung im Wortlaut:



Sehr geehrte Damen und Herren,

Rosa Schmitz hat ein Interview von mir wiedergegeben, wie folgt: https://bazonline.ch/leben/gesellschaft/die-leiden-des-jungen-hausbichlers/story/15066573

Zum einen ist es kein Stil, wenn sich eine Journalistin mir im Interview freundlich zugewandt gibt, um in Wirklichkeit offenbar schon von vorneherein geplant zu haben, einen Vernichtungsartikel zu schreiben. Das finde ich unehrlich und feige.

Doch endgültig gegen jeglichen Journalistischen Kodex ist es, mich bewusst falsch zu zitieren.

Folgende Wiedergebungen sind falsch:

Auch "die scheiss Frauenquote", wonach Frauen "immer nur auf Grund ihres Geschlechts, nicht wegen einer tatsächlichen Qualifikationen angestellt werden", sollte abgeschafft werden: Niemals habe ich die Worte "Scheiss-Frauenquote" in den Mund genommen. Sie werden unmöglich in der Lage sein, das zu beweisen, denn ich habe es einfach nicht gesagt. Ihr Medium verbreitet eine kreditschädigende Unwahrheit über mich und schadet einer politischen Partei.

Die "strikten Grenzen für Frauen" sind so nicht gefallen, sondern offenbar bewusst falsch wiedergegeben. Generell, und das habe ich im Interview sicher klargestellt, geht es nicht darum, was Frauen falsch machen würden, sondern welche Möglichkeiten Menschen haben und wie sie diese Möglichkeiten missbrauchen können.

Ich habe mich niemals als Antifeminist bezeichnet, schon gar nicht als Maskulinist. Dies ist im Interview nie gefallen, ein dementsprechender Hinweis wäre nirgendwo in allen Medien oder Internet zu finden. Im Gegenteil sind Interviews mit mir dokumentiert, in denen ich sage: Ich bin kein Männerrechtler, sondern Menschenrechtler.

Ich habe nie gesagt, jetzt seien die Männer auch einmal dran. Da hat Frau Schmitz eine feministische und vermutlich genau ihre eigene Denkweise in mich projiziert.

Ich sage nicht, dass Männer von Frauen unterdrückt werden. Frau Schmitz habe ich sogar erklärt, dass ich eben das nicht glaube und sage. Frau Schmitz jedoch behautet das genaue Gegenteil.

Gesetzlicher Sexismus: Das kommt ebenfalls nicht von mir. Vor ein paar Jahren gab es einen Bericht, der mich fälschlicherweise mit dem Wort "Sexismus" zitiert, das ist jedoch nicht in meinem aktiven Wortschaft. Im Interview ist "gesetzlicher Sexismus" jedenfalls nicht gefallen. Entweder hat sie es aus dem Internet und damit nicht mich, sondern eine andere Zeitung zitiert und "gesetzlich" frei ausgedacht und hinzugefügt, oder sie hat es erfunden.

"Seine womöglich testosterongesteuerte Tendenz zu übertreiben": Das finde ich skandalös und beleidigend. Stellen Sie sich vor, ich unterstelle Frau Schmitz Hormonprobleme. Will die BAZ auf diesem Niveau sein?

"ist das weibliche Geschlecht in seinen Augen an allen Übeln dieser Welt schuld": Genau das Gegenteil habe ich Frau Schmitz lange erklärt. Offenbar geht es ihr nur darum Frauen gegen mich aufzuhetzen.

Dass diese Reportage dann sogar noch bei Arne Hoffmann sexuellen Missbrauch vermutet, ist bloß die Fortsetzung der eigenen Disqualifikation von Rosa Schmitz.

Natürlich soll für mich die Scheidung eine traumatische Erfahrung sein. Ich lasse mich sicher nicht so aus der Ferne psychologisieren. Meine politische Einstellung hatte ich schon, bevor ich jemals verheiratet war.

Dass die Männer unter der Emanzipation leiden, habe ich ebenfalls nicht gesagt. Dass Rosa Schmitz anschließend meint, sie wüsste, was wahr sei, kenne ich von keinem guten Journalisten.

Die Männerpartei trete nicht für Frauenrechte ein: Ich habe klargestellt, dass wir uns für allgemeine Menschenrechte einsetzen, für Männer und Frauen. Somit verzerrt der kritisierte Satz meine Aussage bis zur Lüge.

Ich fordere Sie daher auf:

1. Den Beitrag im Internet umgehend zu korrigieren

2. In der Printversion. falls dieser Artikel darin veröffentlicht wurde, sowie in den Online-News eine Richtigstellung zu veröffentlichen mit zumindest der Aussage, dass ich niemals die Worte "Scheiss-Frauenquote" von mir gegeben habe, und den sinngemässen weiteren Richtigstellungen

3. Mich über diese Veröffentlichung und die Richtigstellung zu informieren.

Soweit die rechtlich relevanten Forderungen.

Zusätzlich schlage ich vor, aus menschlichen Gründen und für die Seriosität Ihres Blattes, sich bei mir und Arne Hoffmann zu entschuldigen und gegenüber Rosa Schmitz personelle Konsequenzen zu setzen. Diese Art von Journalismus schadet Ihrem Blatt, so bin ich überzeugt.

Sollte ich bis Ende dieser Woche keine Antwort erhalten, werde ich weitere Schritte setzen.

Dieser von oben bis unten Fehlerhafte, gegen mich gerichtete Artikel würde in mehrfacher Hinsicht Forderungen gegen Sie begründen:

- Persönlicher Art

- Denunzierung einer politischen Bewegung

- berufliche Schädigung meinerseits, weil ich viele Geschäftsbeziehungen in den Raum Basel habe und natürlich dieser Artikel im Internet steht.

Abschließend führe ich weitere Fehler in der Reportage von Rosa Schmitz an:

Zum Foto der Demonstration: Diese war in St. Pölten, nicht in Bregenz

Was das Familienrecht betrifft: Da rede ich nie von Sorgerechtsstreit, sondern von Kontaktrecht und Unterhalt. Frau Schmitz wird den Unterschied nicht verstanden haben, das kenne ich von mehreren und kann es einfach als Auffassungsfehler tolerieren.

Zum Schluss stellt sich im Grunde nur mehr die Frage, was eigentlich richtig ist an diesem Artikel. Die persönliche Motive von Rosa Schmitz scheinen sie völlig geblendet zu haben. Ich kann Ihnen sagen, dass ich in Österreich, nach zahllosen Medienkontakten und Interviews, noch niemals so einen völlig parteiischen Beitrag auf diesem niedrigen Niveau über mich oder uns gesehen habe, und gerade Schweizer Medien als mindestens ebenso seriös kenne. Kritisch darf jeder gegenüber uns sein. Doch das hier war völlig unsachlich und unprofessionell, wie ich leider feststelle.

Mit freundlichen Grüßen

Hannes Hausbichler




Dr. Bruno Köhler, Zweiter Vorsitzender der geschlechterpolitischen NGO MANNdat, reagiert mit folgendem Kommentar auf den Artikel in der Basler Zeitung:



Bei solchen Artikeln, ist es nicht verwunderlich, dass der Feminismus als Männerhassideologie wahrgenommen wird. An diesem Armutszeugnis an Diskursunfähigkeit von Feministinnen hat sich seit dem Geschlechterkriegsdenken der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts nichts geändert. Männer, die es wagen, ihre berechtigten Anliegen und Belange in die geschlechterpolitische Diskussion einzubringen, sind Jammerlappen, gescheiterte Existenzen, Frauenhasser oder Nazis oder alles zusammen. Danke, kenn ich. Rest geschenkt.

Rosa Schmitz müsste jedenfalls dringend an ihrem Männerbild arbeiten. Aber das ist ihr Problem. Solange jedenfalls solche Feministinnen Gift und Galle speien über Aktivitäten von Männerrechtlern, sind wir auf dem richtigen Weg. Daran wird auch der ebenso plumpe wie leicht durchschaubare Versuch Rosa Schmitz´ nichts ändern, Männerrechtler wie Arne Hoffmann gegen Hannes Hausbichler auszuspielen.

Daumen hoch für Hannes Hausbichler und seine Männerpartei.

Gastkommentar: "Warum mir Frau Bundesfrauenministerin Katarina Barley (SPD) gehörig auf den Pisser geht"

Ralph Steinfeldt, Erster Vorsitzender der Hamburger Initiative "Väter und Mütter für ihre Kinder e.V.", kommentiert in einem Beitrag, den er dankenswerterweise Genderama zur Verfügung stellt, die aktuelle Positionierung Ministerin Barleys:



Im Laufe der ersten Monatshälfte des Monats September des Jahres 2017 graben insbesondere zwei Wählergruppen der SPD massiv das Wasser ab. Die Mitglieder beider Gruppen wurden bis dahin von der SPD nicht nur belächelt, sondern wahlweise als Witzfiguren, Jammerlappen oder Faschisten öffentlich der Lächerlichkeit Preis gegeben. Dies ging so weit, dass eine SPD-nahe Stiftung eine Expertise darüber anfertigen ließ, wo und in welchem Maß beide Gruppen Schnittmengen mit Rechtsextremisten haben. Die SPD sorgte also dafür, dass beide Gruppen in einem Sack landeten, auf den ein/e Jede/r mal so richtig nach Laune drauf klatschen durfte, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Schließlich ist so eine Expertise ein wissenschaftliches Werk, von einer wissenschaftlich arbeitenden Organisation, an einen Wissenschaftler in Auftrag gegeben.

Wer dumm genug ist, dem/der fällt nicht auf, dass es nicht außergewöhnlich ist, wenn es Interessenüberschneidungen und auch Abgrenzungen gibt, wenn man zwei Personengruppen miteinander vergleicht. Die Kategorien der zu studierenden Männer waren: Männer, die sich für eine allumfassende Gleichberechtigung von Frauen und Männern aussprechen (genannt, nicht wirklich: Männerrechtler/Maskulisten) und Männer, die sich, rechtlich Müttern gegenüber schlechter gestellt, als Trennungsväter kritisch zu Wort melden (genannt, nicht wirklich: Väterrechtler).

Und wie bastelte sich die SPD ihre Rechtsextremisten? Ganz einfach: Die Expertise war so gestrickt, dass am Ende eine Möglichkeit einer politisch rechtsextremistischen Ausrichtung einiger Mitglieder beider Gruppen nicht ausgeschlossen werden konnte, aber sie waren entweder Männerrechtler, Väterrechtler oder beides.

Ziel: Distanzierung und Abkehr potentieller Neumitglieder von vorgenannten Gruppen, und all derjenigen bis dahin zugehörigen Männer, die sich eine rechtspopulistische Etikettierung nicht zumuten wollen.

Das Ganze kann, wer mag und über die Mittel verfügt, auch mit Frauenrechtlerinnen, Mütter-Gruppierungen, innerhalb des VAM(v) oder im Mix mit dem djb exerzieren.

Nicht aber die SPD. Sie hat dies zu keiner Zeit unternommen.

Die SPD hat seither (2010, Th. Gesterkamp) und bis zur Mitte diesen Monats entsprechend beauftragter und gelieferter Expertise politisch gehandelt.

Nun haben wir seit einigen Tagen eine fast noch nigelnagelneue, wahlweise alleinerziehende oder im Wechselmodell betreuende, Frauenministerin. Die fünf Tage vor der anstehenden Bundestagswahl bemerkt, dass ihr noch hochglänzendes Pöstchen gefährdet sein könnte, weil die nach rechtsaußen diffamierten Blödmänner tatsächlich politische Alternativen antreffen. Gemäßigte – und wohl ausschließlich vom Familien(un)recht Betroffene - zieht es zur FDP, die von weiteren Einschränkungen Gebeutelten zur AfD oder, dann doch mal links, Die Linke.

Hauptsache: weg von der SPD.

Nun also kommt Bundesfrauenministerin Katarina Barley auf der Zielgeraden an, mit einem randvoll mit Honig gefüllten Eimer in der einen, einen dicken Quast in der anderen Hand. Üppig gepinselt seien die Väter, wenn schon nicht die als solche bezeichneten Männerrechtler. Möglicherweise hofft sie, dass Väter noch lange vom Honig schwärmen, während sie selbst munter weiter mit VAM(v), djb & Co kungelt.

Ich hoffe, dass Frau Bundesfrauenministerin Katarina Barley über ihre Utensilien stolpert und das Rennen aufgeben muss, d.h. die Ziellinie nicht überquert. Weil sie außer Lippenbekenntnissen absolut nichts geliefert hat, weiter mit den ewig gleichen Cliquen kungelt und noch immer nicht vom sogenannten Alleinerziehen abrückt. Sie ist es, meiner bescheidenen Meinung nach, so sehr wert gewählt zu werden, wie ihr Ministerium Männer im Namen trägt.




Dieser Text wurde gestern im Original auf der Facebookseite Ralph Steinfeldts veröffentlicht und kann dort kritisch oder zustimmend kommentiert (oder auch einfach geliked) werden.

"Werden Feministinnen die Männerrechtsbewegung unterstützen?" – News vom 20. September 2017

1. "Österreichs Männer fühlen sich von den etablierten Parteien zunehmend benachteiligt" berichtet heute die "Basler Zeitung". (Sollte dieses Problem nicht eigentlich ein Thema für Österreichs Medien sein?) Der Artikel porträtiert ausführlich Hannes Hausbichler, den Bundesvorsitzenden der Männerpartei Österreichs, der "fortlaufend für sein angeblich so unterdrücktes Geschlecht" kämpft. Dabei enthält der Beitrag die üblichen Fehler und Schwächen: Männerrechtler (Maskulisten) und Antifeministen werden dargestellt, als seien diese Fraktionen identisch, und verschiedene Passagen tun so, als ginge es Männerrechtlern nicht um gesellschaftliche Probleme, sondern als seien sie selbst das Problem. In den Artikel eingestreute Fragen wie "Was sind das für Männer, die das Gefühl haben, von Frauen unterdrückt zu werden?" oder "Was gibt es da für Männer zu jammern?" würden die Leitmedien umgekehrt bei Feministinnen nicht stellen.

Generell schafft es Rosa Schmitz, die Autorin des Artikels, nicht, über Hausbichlers Forderungen einfach nur zu berichten, ohne dies mit abwertenden Unterstellungen zu verquicken:

Auch "die scheiss Frauenquote», wonach Frauen "immer nur auf Grund ihres Geschlechts, nicht wegen einer tatsächlichen Qualifikationen angestellt werden", sollte abgeschafft werden. Daran, dass sie ein Mittel sein könnte, die Benachteiligung von Frauen einzudämmen, verschwendet die Männerpartei keinen Gedanken.


Die Idee, dass sich die Männerpartei darüber sehr intensiv Gedanken gemacht hat und trotzdem zu einem anderen Ergebnis als Rosa Schmitz gelangt, scheint der Autorin nicht zu kommen. Stattdessen fährt sie damit fort, Hausbichler sexistisch anzugehen und ihm etwa eine "womöglich testosterongesteuerte Tendenz" zuzuschreiben. Dabei projiziert sie womöglich ihren eigenen Sexismus auf Hausbichler und wirft ihm belegfrei vor, dass "das weibliche Geschlecht in seinen Augen an allen Übeln dieser Welt schuld" sei. Und in den darauf folgenden Absätzen wird es völlig wild:

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erklärte Männerrechtler Arne Hoffmann dieses Phänomen. In der Biografie der "verbal aggressivsten Vertreter" der anti-feministischen Bewegung zeige sich "häufig eine Lebenssituation, die zu einer posttraumatischen Verbitterungsverstörung führen kann. Beispielsweise jahrelanger sexueller Missbrauch, eine besonders schmerzhaft verlaufene Scheidung, häusliche Gewalt oder das Unterschieben eines Kuckuckskindes." Hausbichler selbst ist geschieden. Ob die Scheidung für ihn eine traumatische Erfahrung war und ob sie dazu beigetragen hat, dass er der Partei beigetreten ist, darüber lässt er sich nicht aus.


Viele Leser werden sich daran erinnern, dass ich diese Mutmaßung in Verbindung mit Menschen äußerte, die sich mit frauenhassenden Sprüchen wie "Frauen sind doch nichts anderes als Zecken im Leben eines Mannes" profilieren müssen. Nun habe ich Hannes Hausbichler auf zwei Genderkongressen kennen gelernt und derartig Durchgeknalltes noch nie von ihm gehört; tatsächlich geht er sehr analytisch an das Geschlechterthema heran. Auch auf der Website von Österreichs Männerpartei wird man frauenfeindliche Sprücheklopferei nicht finden.

Rosa Schmitz selbst ist es ja durchaus gelungen, zumindest einige Themenfelder dieser Partei (Ungerechtigkeit bei der Rente, beim Kriegsdienst und in der Schule) zutreffend zu benennen. Trotzdem kann sie damit nicht anders umgehen, als die Aktivisten, die diese Ungerechtigkeiten ansprechen, immer wieder als Übergeschnappte zu präsentieren und ihnen ganz andere Auffassungen unterzuschieben. ("Wahr ist: Sie können nicht mehr so selbstverständlich Vorrang und Vorherrschaft reklamieren.")

Insgesamt ist Rosa Schmitz' Artikel damit nur ein weiteres Zeugnis für die tiefe Krise, in der unsere Leitmedien inzwischen stecken und wie sehr sie sich ideologisch verrennen, während sie zugleich gegen "Fake News" im Internet wettern. Die Hoffnung, dass die Medienkrise dazu führt, dass Journalisten sich mehr darauf besinnen, faire Artikel zu schreiben, wird derzeit leider nicht erfüllt. Stattdessen sinkt die Qualität solcher Artikel nur noch weiter. Gleichzeitig zeigen diese Artikel aber auch, dass die Männerrechtsbewegung inzwischen so stark geworden ist, dass sie selbst unsere Leitmedien nicht mehr so stur ignorieren können, wie sie das in den letzten beiden Jahrzehnten getan haben.



2. "Väter fühlen sich nach einer Scheidung oft benachteiligt" berichtet dementsprechend auch Die Zeit, weshalb ein neues Konzept der sozialdemokratischen Familienministerin Barley unter anderem Steuererleichterungen vorsehe: "Barley zeigte sich grundsätzlich offen für Forderungen von Väterverbänden, die die Benachteiligung von Trennungsvätern kritisieren." Einen dieser Väter, Markus Witt, stellt Die Welt in einem kurzen Video vor.

In dem Artikel Barley ist spät dran kommentiert Michael Gabel in der "Märkischen Online Zeitung":

Merkwürdig ist es schon: Kurz vor der Wahl stellt Familienministerin Katarina Barley Pläne zur Besserstellung von Trennungsvätern vor. Als wäre das Problem, dass frisch getrennte oder geschiedene Väter zwar alle möglichen Pflichten, aber vergleichsweise wenige Rechte haben, nicht längst bekannt. Klar, es ist Wahlkampf. Da macht jeder noch einmal so gut auf sich aufmerksam, wie er kann. Besser wäre es aber gewesen, das Ministerium hätte die Ideen früher präsentiert.


Die Südwest-Presse berichtet über einige Reaktionen auf Barleys Wahlkampfmanöver:

Die Grünen sehen die Vorschläge kritisch. Die familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Franziska Brantner, kritisierte die Vorschläge zur Steuerentlastung als "Benachteiligung für Geringverdiener". Lob kommt dagegen vom Bundesforum Männer, das sich für mehr Väterrechte einsetzt. (...) "Bislang ist oft der erste Brief, den Männer nach einer eingereichten Scheidung bekommen, ein scharf formuliertes juristisches Schreiben vom Amt", sagte der Geschäftsführer des Bundesforums Männer, Dag Schölper, dieser Zeitung. "Viel besser wäre es, wenn getrennt lebende Eltern veranlasst würden, sich professionell beraten zu lassen. Insofern begrüßen wir den Vorschlag der Ministerin sehr." Auch die steuerliche Entlastung sei ein Schritt in die richtige Richtung. "Die Erleichterung bei vielen Vätern wäre sicherlich groß, wenn sich da etwas bewegen würde."




3. Währenddessen stockt Barleys Ministerium sein Personal kräftig auf:

Insgesamt stiegen die Personalkosten im Vergleich zur letzten Wahlperiode von 32,3 Millionen Euro in 2013 auf geplante 45,5 Millionen Euro im Jahr 2018 an – eine Steigerung um 41 Prozent. Die Linke-Fraktion betrachtet die Aufblähung des Ministeriums mit Sorge. "Der Personalaufwuchs in dieser Größenordnung ist fachlich sowie sachlich nicht nachvollziehbar und wirft unmittelbar vor der Wahl den Verdacht auf, dass hier SPD-Genossen auf hoch bezahlten Stellen untergebracht worden sind", kritisiert Norbert Müller, der kinder- und jugendpolitische Sprecher der Linke-Fraktion.




4. "Das ganze Elend der deutschen Politik in einem Bild" sieht der (Triggerwarnung) linke Männerrechtler Ralf Bönt in dem irreführenden Wahlplakat der SPD, das suggeriert, Frauen würden für dieselbe Leistung wie Männer 21 Prozent weniger verdienen. Der von der "Welt" veröffentlichte Artikel würde Rosa Schmitz vermutlich überhaupt nicht gefallen und ist insofern in Gänze lesenswert.



5. Man freut sich ja immer, wenn wenigstens ein bekanntes Medium, das blindlings auf Männer eindrischt, dafür die verdiente Quittung erhält. So berichtet aktuell Nerdcore über die Situation des Magazins "Rolling Stone":

Jann Wenner will den Rolling Stone verkaufen, die allgemeine Lage am Print-Markt und der Reputations-Verlust durch die Fake-Rape-Story haben dem Stone wohl am Ende den Garaus gemacht.


Erschwerend kommt hinzu, dass es für den "Rolling Stone" auch vor Gericht eher suboptimal läuft.



6. In einer Entscheidung, die vor allem ideologisch bestimmt sein dürfte, hat die TV-Serie "The Handmaid's Tale" acht Emmys abgeräumt. Der National Review erläutert, wie gaga diese Preisverleihung ist.



7. Eine neue Studie argumentiert, dass Jungen besser in Physik sind als Mädchen, weil sie anders pinkeln.



8. Das "303 Magazin" stellt die Frauen in der Männerrechtsbewegung von Denver vor – ein Beitrag von deutlich höherer Qualität, als sie die "Basler Zeitung" abliefert. Spannend ist vor allem, wie er denkbare Koalitionen zwischen Feministinnen und Männerrechtlern zum Thema macht. Obwohl diese Entwicklung hierzulande sowohl von den wortführenden Feministinnen als auch von Antifeministen geradezu feindselig geblockt wird, halte ich das für ein zentrales Zukunftsthema, weshalb ich den verlinkten Artikel hier besonders ausführlich zitiere:

Aaron, 34, president and founder of RMMRA, is aware of the bad reputation of some MRAs. He stresses that the organization he helped start is, to the contrary, an "inclusive group that is not in any way, shape, or form anti-woman."

"A primary goal of Rocky Mountain MRA," Aaron said, "is to build bridges between men’s rights advocacy and feminism so that the two can work together towards a more complete vision of gender equality."

Gloria, 25, is a self-identified feminist and a graduate of an "ultra-liberal college." She said she was drawn to feminism because of its focus on the "insidious effects of gender on everyday life and larger societal trends."

Gloria is also a member of Rocky Mountain MRA. Instead of seeing feminism and men’s rights activism as opposing ideologies, she believes they can operate in unison by tackling the "relationship between gender and behavior and gender expectations in society."

(...) While Gloria still sees the world through the lens of patriarchy, her take on it has "significantly changed." These days, she views it as a "simplification of what’s happening in ruling classes instead of the general public." In her opinion, it’s more someone’s economic class that acts as the deciding factor in who is privileged and who is oppressed, and not so much gender.

De Coning also questions the assumption that all men are automatically more privileged than women, despite a lower economic status. "If you’re a working class man in the rust belt, what is your privilege compared to a wealthy woman in California?" she asked.

Indeed, Gloria said men in our culture often get the short end of the stick, such as being forced into "dangerous or even illegal jobs in order to support their families."

Lexie, 23, a RMMRA board member, takes things even further. She said that typically in society, "men are considered more disposable than women, men’s lives are valued less."

A male-to-female transsexual who considers herself more left wing than any politician in the country, Lexie is extremely knowledgeable — and opinionated — about gender issues and how they play into today’s politics. Her life experiences have convinced her that men are often held to different standards than women, such as not being "taken as seriously if abused or hurt."

"Which isn’t to say that women always have it great," she clarified. "But they’re usually more protected and not expected to do the dirty work."

(...) "We still live in a society that pressures men to be breadwinners," de Coning said. "Feminists would identify that as patriarchy ... men’s rights activists might see that as something else."

Bryan, 35, is a musician and RMMRA’s vice president and co-founder. He thinks the pressure on men to become "workhorses" and measure up to society’s standards of success in order to gain respect, or find a partner with whom to start a family, forces some men to "go dead and hollow inside."

He said the "consequence of treating men like cattle" is that men live an average of 4.8 years less than women and makeup 78 percent of suicides. He also thinks it plays a role in men being 93 percent of those incarcerated in state and federal prisons.

No one’s arguing that men shouldn’t be held accountable for the crimes they commit. Yet, studies have found that women arrestees are likelier to avoid charges and convictions and, if convicted, are twice as likely to avoid prison. Meanwhile, men receive 60 percent longer sentences than women for committing the same crimes.

Gloria is troubled by the fact that, while society accepts that gender plays a role in matters like workplace discrimination, "conveniently, when men are on the other side of it, it’s like it has nothing to do with gender. It’s just a problem that other people need to work out."

Kat argues that men face other "legal inequalities" beyond the criminal justice system, particularly when it comes to divorce and child custody.

So does Sharon Liko, a Denver-based attorney who practices family law with a focus on men’s rights. "I represent men who would do anything to see their kids. I don’t represent deadbeat dads ... I see guys who are really working hard," she said.

Liko has seen instances of divorce where women have been "unreasonable and they are demanding too much financially. They want to be supported for the rest of their lives. They really don’t want what’s fair, they want everything."

Liko has also been involved with cases of child custody in which women "use the kids as weapons" or try to "marginalize the father," often resulting in courts siding against the men.

(...) Aaron, RMMRA’s president, and recently celebrated two years of marriage to Holly. He said that a lot of the depression he suffered in his youth was because, as a "de facto feminist," he felt shamed for having been born a man.

"Feminism seemed to put me in a box, telling me I was just a really negative force in the world as a man," Aaron said. "I didn’t see any positive future for myself."

Aaron said the men’s rights movement "helped me to change my perspective on what my role is in the world and gave me a sense of how I can be positive force in the world despite my gender." He credits this change of heart as guiding his work as a nutrition therapist focused on men’s health.

Holly said her experience at PrideFest proved to her how the issue of men’s mental health resonates with people. "We had so many people come up to us and thank us for being there, and so many people with stories of their friends or brothers who committed suicide. They see how common it is and how little it’s talked about."

"We had people come up and give us hugs, and start crying in our booth," Holly said. "A lot of women, probably more women."

De Coning thinks that men’s rights and feminism have "very similar issues" but tend to come at them from "different angles."

She cited the controversy surrounding male circumcision as a direct tie-in to women’s struggle against female genital mutilation and for abortion rights. "Of course we care about issues of bodily autonomy or giving men and boys the right to choose what happens to their bodies," de Coning said.

Gloria agrees that the two movements have "more in common than they have different." (...) Holly, too, acknowledged that, "in order to make real changes in laws, we do need the support of feminists."

But will feminists back the men’s rights movement?

McClellan is cautiously supportive. "I have a son, I have a husband, I have a dad, I know that they face very real issues," she said. "Are they as prevalent, and as dominant and as obvious as women’s issues? Maybe not, but they’re very important nonetheless."

"I think we’d probably get further if we try to figure out what we actually want together as a society, instead of posing it as a man versus woman issue," de Coning said. "The antagonism, it’s not productive."

(...) Lexie likens today’s situation with men’s rights to the early years of the gay rights movement. Back then, much of society "saw gay people as needing to change themselves, and I think that a lot of people want men to change in their own image."

She said there’s been a lot of victim blaming when it comes to both groups. "When you showed the statistics of gay suicides, or STD rates, people would think they brought it onto themselves."

"And people will say that about men’s suicide rates, the prison sentencing gap ... that men are bringing it onto themselves," she said. "As if there were something inherently wrong with being a man."


Wenn man diesen Artikel mit dem in der "Basler Zeitung" vergleicht, deren Autorin den Einsatz für Männerrechte nur verquickt mit ihren Phantasien über Frauenfeindlichkeit darstellen kann, ist das ein Unterschied von Tag und Nacht. Ich verstehe wirklich nicht, warum sich deutschsprachige Medien derart schwer damit tun, dieses Niveau zu erreichen.

Dienstag, September 19, 2017

Offener Brief von Dr. Karin Jäckel zu feministischen Attacken auf Andersdenkende

Die Publizistin Dr. Karin Jäckel (vergangenen Freitag stellte der SWR sie in einem halbstündigen Podcast vor) gehört zu den engagiertesten Kämpferinnen gegen die herrschende einseitige Geschlechterpolitik. Vor einigen Tagen habe ich von ihr einen Brief zu dem von Sebastian Eder verantworteten Hit Piece in der Frankfurter Allgemeinen erhalten, der aber deutlich über den FAZ-Artikel hinaus geht. Deshalb habe ich Frau Dr. Jäckel gebeten, ihren Brief Genderama als Gastbeitrag zur Verfügung zu stellen, womit sie erfreulicherweise einverstanden war. Herzlichen Dank dafür!



Lieber Arne Hoffmann,

mit Unwillen habe ich kürzlich in der FAZ über Sie gelesen. Unwillen, weil der Arne Hoffmann, den ich zu kennen meine, nichts mit dem Mann Ihres Namens zu tun zu haben scheint, den der FAZ‘ler zu porträtieren vorgibt. Weil der Journalismus, den dieser FAZ’ler in seinem Artikel verkörpert, nichts mit dem Journalismus zu tun hat, der neutral, objektiv zutreffend und sauber recherchiert informiert. Und weil das, was dabei herausgekommen ist, Diffamierung ist. Mit, wie mir scheint, dem einen zutiefst inhumanen Ziel, Sie als Autor, der sich für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sowie gegen Neo-Nazitum einsetzt, und speziell als Mann im Rundumschlag ad absurdum zu führen.

Und doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie sich dieses journalistisch so prekäre Machwerk als Ehren-Kokarde an die Brust stecken könnten. Immerhin muss das, was Sie schreiben, so nachhaltig wirkmächtig sein, dass die "große FAZ" Sie einer ganzen Seite würdigt, um den Eindruck zu erwecken, Sie seien es nicht wert, dass man ein Wort über Sie und Ihre Veröffentlichungen verlöre.

Leider gewinne ich als jahrzehntelang bekennende und engagierte Frauen- und Mädchen-Gleichberechtigungsverfechterin immer mehr den Eindruck, dass der gegenwärtige Feminismus vor allem eines betreibt, nämlich radikalen Geschlechterkampf gegen den Mann als Klassenfeind. Dabei geht es meiner Erfahrung und Meinung nach längst nicht mehr um Frauen- und Mädchengleichwertigkeit, -gleichrangigkeit, gleichstellung und gleichberechtigung gegenüber Männern und Jungen. Vielmehr geht es im radikalen Feminismus vor allem um FrauenVORrechte. Wobei die Durchsetzung dieses Anspruchs die Diskriminierung derjenigen, die Männer- und Jungenrechte nicht mindern, sondern Frauen- und Mädchenrechte auf gleich hohe Ebene anheben, also echte Gleichwertigkeit erwirken wollen, zu rechtfertigen scheint.

Sehr gut erinnere ich meiner vor Jahren versandten Anfrage an das Bundesfamilienministerium, warum in dessen Namen alle Bevölkerungsgruppen gelistet seien, nicht aber die Väter/Männer. Damals antwortete man mir in einem offiziellen Schreiben, weil der Mann/Vater bereits in der Bezeichnung "Familie" enthalten sei und erklärte mir zugleich, dass Frauen- und Mädchenförderung "Entzug von Männer- und Jungenprivilegien" bedeute. Auf meine Nachfrage, um welche Privilegien es sich dabei handele, erfolgte keine Antwort. Ebenso wie Ulla Schmidt (SPD) als damalige Familienministerin nie auf meine Frage antwortete, warum sie "Familie ist, wenn alle aus einem Kühlschrank essen" definiere. Sehr wohl aber wurde ich bald darauf nicht mehr zum Runden Tisch der SPD nach München eingeladen, an dem ich zuvor zusammen mit z.B. Jugendamtsvertretern zur Diskussion über Kinderrechte und Kindeswohl eingebunden gewesen war.

FrauenVORrechte werden seit vielen Jahren durch gezielte Männer- und Jungenausgrenzung und durch Radikalisierung von Frauen und Mädchen erkämpft, indem auf Teufel komm raus diskreditiert ist, was nicht in dieses Muster passt. Und das mit Methoden nach dem Slogan "der Zweck heiligt die Mittel", indem dieselben unwürdigen Demütigungs-Praktiken auf Männer und Jungen angewandt werden, die wir Frauen und Mädchen vor Jahren als von Männern und Jungen gegen uns Frauen und Mädchen gerichtet sahen und deshalb mit aller Kraft und erfolgreich bekämpften.

Ich denke da etwa an das SPD-Parteiprogramm-Statut, das Männliche überwinden zu müssen, um das Menschliche zu gewinnen. Das entspricht in etwa der einstigen Patriarchen-Haltung im Land, Frauen zu unterdrücken, um eine heile Gesellschaft zu erhalten. Oder nehmen wir das an Schulen, die heutzutage ja überwiegend weiblich dominiert sind, angewandte Prinzip, Mädchen durch besondere Förderung "stark" zu machen und Jungen dadurch zu schwächen, dass man ihnen bei gleicher Leistung schlechtere Noten erteilt.

Oder denken wir daran, wie politisch laut Frauenquoten in gut bezahlten Führungsetagen gefordert werden, die bisher eher für Männer attraktiv waren, nicht aber in den ebenfalls überwiegend von Männern ausgeübten sogenannten Knochenjobs etwa in Bergwerken, am Bau oder bei der Müllabfuhr. Die politisch ebenso laute Forderung nach Männerquoten in den bislang am liebsten von Frauen ausgeübten Berufsgruppen sucht man vergebens, beispielsweis im Bereich Kindergarten oder Grundschule. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass alljährlich immer mehr Kinder vaterlos aufwachsen müssen, weil ihre Mütter dies so wollen und erfolgreich durchsetzen, obwohl auch die zugehörigen Väter ihre Kinder lieben und Kinder beide Eltern lieben und brauchen, ihnen politisch und gesetzlich aber nicht das unverbrüchliche Kindesrecht auf beide Eltern zugebilligt wird. Im Bundesjustizministerium sagte man mir dazu bereits vor Jahren, dass ein solches Gesetz gegen die Interessen der Mütter verstoße und daher nicht durchsetzbar sei. Alleinerziehend sei ein Erfolgsmodell, heißt es aktuell dazu aus einschlägigen Kreisen (VAMV).

Natürlich wäre es blind für die Realität, wollte ich bestreiten, dass Missstände zu Lasten von Frauen bestehen - etwa dann, wenn tatsächlich bei identischer Leistung unterschiedliche Löhne gezahlt werden – und dass diese zwingend aufgehoben werden müssen. Ebenso unerträglich ist die Tatsache männlicher, speziell "häuslicher" Gewalt gegen Frauen und Kinder. Nur - und da liegt für mich große Bedeutung – gibt es auch Missstände zu Lasten von Männern z. B. weibliche Gewalt gegen Männer und Kinder. Die aber scheint sakrosankt, scheint gerechtfertigt als lediglich "starke" Gegenwehr oder lässliche Erziehungssünde einer Mutter, weil "Frauen ja sowieso nie doll zuhauen." (Zitat einer mir bekannten Jugendamtsmitarbeiterin.) Oder wie erklärt es sich, dass von weiblicher "häuslicher" Gewalt kaum je die Rede in den Medien ist? Dass von (ihren) Frauen selbst krankenhausreif misshandelte Männer in ihrem Leiden ignoriert und missachtet bleiben, anstatt dass ihnen dieselbe hilfreiche Unterstützung wie Frauen in entsprechender Lage zuteil wird? Etwa durch die - politisch vehement verweigerte - Einrichtung von Zufluchtsstätten analog der intensiv geförderten Frauenhäuser. Gar nicht geredet von z. B. der sexuell missbrauchten Jungen verweigerten Hilfe durch bestimmte politisch unterstützte Frauenhilfsorganisationen oder der Plakatierung von ausschließlich misshandelten Mädchen auf dringend nötigen öffentlichen Kampagne-Maßnahmen gegen (erzieherische) Gewalt gegen Kinder.

Längst muss man sich in unserem "meinungsfreien" Deutschland davor hüten auszusprechen, was man bzw. frau über diese Art radikalen Feminismus denkt. Nicht, weil man/frau strafrechtlich belangt würde. Nein, so direkt sind die Folgen glücklicherweise noch nicht. Aber man/frau "muss" – bzw. müsste klugerweise - die eigene Meinung verschweigen, weil man/frau ansonsten in derselben Art und Weise an den öffentlichen Pranger gestellt und verbal mit faulen Eiern beworfen wird, wie es jetzt Ihnen widerfahren ist.

Wie ich dazu komme, das zu behaupten? Weil ich es in eigener Person erfahren habe.

Weil ich z. B. dafür, dass ich veröffentlicht habe, dass auch Frauen sexuelle Kindesmissbrauchstaten begehen, also "Täterinnen" sind, als frauenfeindlich diskreditiert und zum Boykott meiner Bücher aufgerufen wurde.

Weil ich u.v.a. ein Buch über das seelische Leiden von aus dem Leben ihrer Kinder ausgeschlossener Vätern schrieb und dafür in der Presse als Helferin der "Jammerlappen" und "neuen Leidensmänner" diskreditiert wurde.

Weil ich dafür, dass ich die Meinung vertrete und publiziert habe, dass Kinder ein natürliches, ein Geburtsrecht auf beide liebevollen Eltern und auf geliebte Großeltern haben, in einer stiftungsgetragenen Studie als nazi-nah diskreditiert wurde.

Weil ich dafür, dass ich gegen die gezielte Benachteiligung von Jungen und gegen gezielte Bevorzugung von Mädchen aufstehe und ausdrücklich für die in allen Bereichen geltende Gleichwertigkeit und Gleichrangigkeit der gleichberechtigten Geschlechter und für die nachhaltige Förderung aller Mädchen und Jungen eintrete, als "Nestbeschmutzerin" diskreditiert wurde.

Weil man mir für diese Haltung Morddrohungen zukommen ließ und eine Telefonkampagne gegen mich startete, die damit einherging, dass bundesweit meine Telefonnummer als Sex-Sells-Nummer in öffentliche Telefonzellen geschrieben und entsprechend genutzt wurde.

Weil einem befreundeten Journalisten, den ich zu einer meiner Lesungen zum Thema sexueller Kindesmissbrauch eingeladen hatte, von den Türsteherinnen Prügel angedroht wurde, falls er nicht verschwände.

Weil mein PC gehackt wurde, als ich ein Buch über Mütter veröffentlichte, die sich aus Liebe von ihren Kindern trennten und diese beim Vater ließen, um den Kindern den Verlust ihres gewohnten Lebensmittelpunktes zu ersparen.

Es gäbe noch mehr aufzuzählen. Zum Beispiel, dass alle diese Attacken von "Feminist/innen" ausgingen, meist von Bekennerschreiben oder -anrufen begleitet. Als Strafaktion, weil ich eine Verräterin an der guten Sache der Frauen und Mädchen sei. Am "schlimmsten", weil am radikalsten, habe ich übrigens stets diejenigen Feministinnen empfunden, die Frauen als bessere Alternative behaupten und die Ansicht vertreten, die "neue Frau" müsse der bessere Mann sein, sowie diejenigen Männer, die sich als "Feministen" verstehen und sich in dieser Rolle als die einzig wahren Frauenversteher und Frauenschützer begreifen und quasi ritterlich für die Dame zu Felde gegen Andersdenkende ziehen. Sie erscheinen mir wie diese Superkatholiken, Superprotestanten oder Supermuslime, die zuvor der anderen bzw. einer christlichen oder keiner Glaubensrichtung angehörten und nach der Konvertierung bzw. Bekehrung doppelt "glauben" und "gottberufen" handeln zu müssen meinen.

Was mir an dieser Stelle noch zu schreiben bleibt: In meinen Augen ist der FAZ-Artikel tatsächlich eine Kokarde für Sie.
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Parteien halten Versprechen nicht, geben aber gerne neue – News vom 19. September 2017

Die Zwangspause dieses Blogs dauerte weniger lang als befürchtet – praktisch ein verlängertes Wochenende, an dem ich vor allem "Orange is the New Black" gebinget habe. Heute geht es weiter mit den News, die sich in diesen Tagen angesammelt haben.



1. Die bedauerlichste Meldung ist sicherlich die Auflösung des Vereins "Gleichmaß e.V.", nachdem dessen Akteure bei dem Versuch, Notunterkünfte für männliche Opfer häuslicher Gewalt zu errichten, von den großen politischen Parteien im Stich gelassen worden waren. In einer online veröffentlichten Erklärung heißt es:

Mit der gestrigen Jahresmitgliederversammlung wurde die Auflösung unserer Geraer Initiative "Gleichmaß e. V." per Abstimmung beschlossen. Mit dieser Entscheidung stehen wir als thüringenweit einziges Angebot für Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe für gewalt- und trennungsbetroffene Männer und Väter ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

(...) Für die Vielfalt der erbrachten Unterstützungen bedanken wir uns an dieser Stelle einmal mehr aufs Herzlichste. Für die Vielzahl der erfolgten Wortbrüche insbesondere der hauptsächlich Thüringer CDU, SPD, Die Linke und die Grünen: eine zunehmende Anzahl der Bevölkerung schaut mittlerweile sehr genau hin, inwieweit sich die Politiker genannter (wie auch anderer Parteien) an ihrem Wort messen lassen können.

Wer sich zur bevorstehenden Bundestagswahl für die Rechte beider Geschlechter, also auch von Männern, stark machen will, sollte darüber nachdenken, seine Stimme der FDP zu geben, die sich mit den "Liberalen Männern" als einzige seriöse Partei glaubhaft für die Stärkung der Rechte von Vätern und von gewaltbetroffenen Männern – um nur diese beiden von zahlreichen programmatischen Punkten zu nennen – ausspricht.




2. Wenigstens versucht die SPD am Vorabend der Bundestagswahl doch noch, ins Männerthema reinzukommen:

Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) will Trennungsväter rechtlich besser stellen und auch nach dem Ende einer Partnerschaft gemeinsame Erziehung von Kinder erleichtern. "Wenn eine Beziehung zerbricht, leiden die Kinder darunter am meisten. Wo immer es möglich ist, möchte ich Paare unterstützen, trotz Trennung gemeinsame Verantwortung als Eltern zu übernehmen", sagte sie der Süddeutschen Zeitung. Barley will am Mittwoch erstmals ein Konzept präsentieren, wonach alleinerziehende Väter steuerlich entlastet werden könnten.


Hier geht es weiter. Wenn solche Ankündigungen allerdings unmittelbar vor einer erwarteten Klatsche durch den Wähler erfolgen, halte ich sie für ungefähr so glaubwürdig wie die Versprechungen, die die SPD und Co. "Gleichmaß" gegeben haben.



3. Lucas Schoppe untersucht am Beispiel der SPD und der Grünen, ob die Strukturen, die wir heute als "Rechtspopulismus" kennen, nicht eigentlich erst von den etablierten Parteien groß gemacht worden sind.



4. Jan Fleischhauer wirft der AfD vor, feministische Befindlichkeiten zu übernehmen.



5. Harald Martenstein wundert sich darüber, dass der rot-rot-grüne Berliner Senat die Lehrer der Stadt nach ihrer sexuellen Orientierung fragt.



6. Dr. Linda Nielsen, Professorin für Erwachsenen- und Entwicklungspsychologie an der Wake Forest Universität in Nord Carolina, USA, legt "zehn überraschende Erkenntnisse zum Wechselmodell" vor, das im verlinkten Beitrag "alternierende Obhut" und "Doppelresidenz" genannt wird.



7. "Väter fühlen sich vom Jugendamt benachteiligt" berichtet die "Schwäbische".



8. Im Londoner Hyde Park kam es zu Faustkämpfen zwischen Transgender-Aktivisten und radikalen Feministinnen.



9. Ach, das ist ja doof: Hillary Clinton erteilt den Frauen, die bei der Präsidentenwahl nicht für sie gestimmt haben, keine Absolution.



10. Joe Biden, ehemals Vizepräsident der USA unter Obama, vergleicht diejenigen, die gemeinsam mit der aktuellen US-Erziehungsministerin nach Beschuldigungen sexueller Gewalt faire Verhandlungen an Universitäten durchsetzen wollen, mit Neonazis. Biden vertritt bei Fragen häuslicher und sexueller Gewalt seit jeher eine radikalfeministische Einstellung, bei der Täter und Opfer fein nach Geschlecht getrennt sind.



11. Die liberale Feministin Cathy Young setzt sich weit weniger ideologisiert als Biden mit der "Rape-Culture"-Theorie an US-Unis auseinander. Der Artikel mündet in folgende Frage als Fazit des Artikels:

If rape culture in America is real, why does the case for it rest on so much fabulism?




12. In Australien werden männliche Grundschullehrer in 50 Jahren ausgestorben sein. (Bei uns vermutlich auch, aber in Australien liegt eine Studie über diese Entwicklung vor.)



13. Die Post. Vergangene Woche hatte ich einen Artikel mit folgender Meldung verlinkt: "45 Prozent der Schwedinnen wären lieber Vollzeitmütter statt zu arbeiten" Einer meiner skandinavischen Leser schreibt mir dazu:

Das ist nicht ganz wahr. Ich bin dem nachgegangen und habe dann diese Analyse aus dem Jahr 2011 gefunden:

Hier steht:

Das Online-Magazin Familjeliv.se [Familjeliv = Familienleben] machte 2011 eine Umfrage unter seinen Leserinnen. Sie erhielten 9.500 Antworten von 70.000 Frauen. Davon erklärten 45 %, dass sie gern Vollzeitmütter wären, wenn es eine Möglichkeit dafür gäbe.

Angeregt davon führte am selben Tag die Zeitung "Aftonbladet" eine Umfrage auf ihrer Webpage durch. Rund 18.000 Frauen antworteten dort, und 55 % von ihnen erklärten, dass sie auch gern Vollzeitmütter wären.

Das Problem mit diesen zwei Umfragen ist, dass die Antworten nicht repräsentativ waren. Die Frauen, die Familjeliv.se lesen, sind vermutlich überdurchschnittlich in Famlienleben interessiert.

Am nächsten Tag hat die Organisation Novus eine Umfrage durchgeführt. Sie verfügt über ein permanentes repräsentatives "Sverigepanel" [Schwedenpanel], und dessen Mitgliedern wurde dieselbe Frage gestellt. 1002 Personen im erwerbstätigen Alter haben geantwortet. 27 % der Männer sagten, sie wären gern Vollzeitväter, und 29 % der Frauen sagten, sie wären gern Vollzeitmütter.

Damit gibt es viele schwedischen Frauen, die gern Vollzeitmütter wären, aber in einer repräsentativen Stichprobe sind es kaum 45 %.

Freitag, September 15, 2017

kleine Zwangspause

Genderama muss für ein paar Tage pausieren, da mein PC momentan nicht betriebsbereit ist. (Vermutlich liegt es am Motherboard.) In dieser Zeit kann ich leider auch keine Mails beantworten. Ich rechne mit einer Wiederaufnahme des Bloggens Mitte nächster Woche.

Donnerstag, September 14, 2017

"taz" empört: FDP punktet bei Männerrechtlern – News vom 14. September 2017

1.
Die FDP besinnt sich endlich auf das, was sie wirklich kann: Männer. Eigentlich dreht sich darum ja schon ihre ganze Kampagne, also zumindest um einen Mann. Mit Antifeminismus sollen jetzt wohl noch die letzten Wähler abgegrast werden. Bereits im Juni gründete sich der partei­interne Verein "Liberale Männer" (die taz berichtete), jetzt konnte die FDP auch bei dem großen Wahlcheck einer Männerrechtsgruppe am meisten punkten.


Hier geht es weiter mit dem Artikel, in dem Tanya Falenczyk wohl eher unabsichtlich klar stellt, dass "Feminismus" und "die Anliegen von Männern ernst nehmen" zwei unvereinbare Dinge sind. Allen jedoch, die finden, dass Geschlechterpolitik auch Männern zugute kommen sollte, gibt ihr Artikel in seinem letzten Absatz Hoffnung:

Die FDP Bayern hat für Mittwoch eine Veranstaltung geplant, auf der ihr Spitzenkandidat Daniel Föst spricht, zur "Zukunft von Trennungsfamilien" und dem Wechselmodell, das auch die Männerrechtsaktivisten fordern. Die Liberalen Männer werben für die Veranstaltung auf ihrer Seite. Damit dürften Männerrechte in der Mitte der Partei angekommen sein.


Das Programm der Liberalen Männer in der FDP ist deutlich: In zwölf Punkten fordert es Gleichberechtigung. Endlich Schutz auch für männliche Opfer häuslicher Gewalt. Schutz für männliche Opfer sexueller Gewalt. Endlich einmal Maßnahmen dagegen, dass die meisten, die nach dem Abi zur Uni streben, weiblich und die meisten Hauptschüler männlich sind. Die Ausgrenzung von Vätern nach einer Trennung beenden. Wie reagiert die "taz"? Sie ätzt gegen die "antifeministische Herrenpartei" FDP, als ob es darum ginge, die Gleichberechtigung zurückzudrehen. Was unterscheidet dieses Niveau eigentlich noch vom Niveau der Propaganda von rechtsaußen? Gott, und dieses Hetzblatt hatte ich zweimal im Abo!

Kurz vor dem Ende des so sterbenslangweiligen Wahlkampfs geraten deutsche Journalisten von FAZ bis TAZ also doch noch mal in Aufruhr: Wie können wir Männer nur so anmaßend, so unfassbar vermessen sein zu glauben, dass auch wir irgendwelche politischen Forderungen stellen dürften?

Und kann man es den deutschen Journalisten verdenken? Man kann es vermutlich nicht. Ihr ganzes Leben lang haben sie Geschlechterpolitik IMMER als eine Politik kenngelernt, die sich lediglich um die weibliche Hälfte der Bürger kümmert. So wie man sich IMMER darauf verlassen konnte, dass die Sonne im Osten aufgeht. Wenn sich das plötzlich ändern sollte, stürzen ganze Weltbilder ein und das geschlechterpolitische Denken muss völlig neu gelernt werden. So was kann sich zu einem mittelschweren Kulturschock auswachsen.

Und wir sind live dabei. :-)



2. 45 Prozent der Schwedinnen wären lieber Vollzeitmütter statt zu arbeiten. Das Problem: Im "feministischen Paradies" werden sie nicht danach gefragt.



3. Bei n-tv klagt "Frieda" über solche politisch unkorrekten Entscheidungen von Frauen:

"Ich sehe viele Frauen aus meiner Generation, die eine gute Bildung haben und nach der Geburt ihres ersten Kindes trotzdem zuhause bleiben, weil sie sagen: Das ist mir jetzt zu stressig." Für Frieda ist das ein Riesenproblem: "Es ist ein Rückschritt in der Emanzipation erkennbar - und er kommt von den Frauen selbst."




4. Vor einem Monat machte Genderama auf eine Crowdfunding-Kampagne der Filmemacherin Joanna Bielinski aufmerksam, die ab Dezember einen Kurzfilm über häusliche Gewalt gegen Männer produzieren wird. Kurz vor Kampagnen-Ende ist die benötigte Summe für den aus Sicht der "taz" vermutlich erschreckend antifeministischen Film zusammen gekommen.



5. Eine Online-Abstimmung darüber, ob Beschneidung verboten werden sollte, führt zu einer beeindruckenden Mehrheit, die sich in der tatsächlichen Politik nirgends widerspiegelt.



6. Die US-Erziehungsministerin Betsy DeVos steht weiter unter Beschuss für ihr Vorhaben, an Universitäten bei Beschuldigungen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt wieder die Regeln des Rechtsstaats durchzusetzen. Aktuell verkündete ein Professor auf Twitter, wenn DeVos selbst sexuelle Gewalt erleiden müsste, wäre das für ihn okay.



7. Der konservative Nachrichtensender Fox News berichtet über Linke, die die "rote Pille" nehmen, sich also von einer Weltsicht lossagen, die die Wortführer der Linken durch Gruppendruck als für alle verbindlich durchsetzen möchten. (Fox spricht von "liberals", aber anders als hierzulande bezieht sich der Begriff "liberal" in den USA auf die Linke.) Und wenn man von der "roten Pille" spricht, können die Themen Männerrechte und Feminismuskritik natürlich nicht fehlen:

Red pill bloggers are increasingly characterizing PC culture as a first step on a slippery slope towards authoritarian socialism.

One who articulates this best is Dave Rubin, a married gay man and former left liberal whose show, The Rubin Report, has explored the red pill phenomenon.

In his commentary, "The left is no longer liberal", he explained his own disillusionment with the "regressive left," whose "backward ideology" of identity politics "puts the collective ahead of the individual. It loves all of its minority groups to behave as a monolith. So if you're a true individual — meaning you don't subscribe to the ideas that the groupthink has attributed to you based on those immutable characteristics — you must be cast out." Rubin calls this mindset "the biggest threat to freedom and Western civilization that exists today."

One of his recent guests was Cassie Jaye, producer of the "The Red Pill" documentary, which chronicled her personal journey away from feminism.

Jaye had intended to make a feminist film about the men’s rights movement. But her perspective began to change upon interviewing activists, who were anything but the angry women-bashers so often portrayed by the mainstream media. Instead they were men — and also women — concerned about issues such as unfair child custody laws, pregnancy fraud, and even domestic violence. It turned out that men are also victims of domestic abuse perpetrated by women with surprising frequency.

Jaye’s film met with immediate resistance from radical feminists, who trolled her online while she was fundraising for the film. Her documentary has been largely ignored by most of the mainstream media. But it has had widespread impact on the Internet.

Laci Green, one of YouTube’s best known personalities whose left-leaning videos about sex and gender have an immense following, posted "Taking The Red Pill?"

Green’s relatively tame confession of discomfort with feminists who shut down opposing views, as well as the revelation that she was dating an anti-SJW YouTuber, enraged her fans. They waged an online campaign against her and reportedly "doxxed" her — published her personal information on the internet.

(...) The media has very likely ignored red pilling for the same reason it underestimated support for Donald Trump: An entrenched establishment always resists disrupters, especially those who reject its worldview.

That said, red pill bloggers are not necessarily Trump supporters—in many cases, quite the reverse. What they do share, however, is their questioning of mainstream media tropes.


Und wie man gerade heute gesehen hat, haben sie dafür guten Grund. Etliche Menschen emanzipieren sich von den fragwürdigen Predigten derjenigen, die die veröffentlichte Meinung beherrschen, ebenso, wie sie sich in früheren Jahrhunderten von anderen Predigern emanzipiert haben. Nicht jeder Journalist ist von dieser Emanzipation begeistert.

Dienstag, September 12, 2017

Warnung vor Genderama, Wahlkampf, Frauen kämpfen für Männerrechte – News vom 12. September 2017

1. Wer über Twitter auf Genderama-Beiträge zugreifen wollte – beispielsweise über Christian Schmidts empfehlenswerten Blog-Aggregator "Das Patriarchat" – bekam gestern diese Warnung zu lesen. Allerdings hielt sie nicht lange an und wurde noch im Laufe des Tages aufgehoben.



2. Die radikal einseitige Geschlechterpolitik mitsamt dem Jubel dafür in den Leitmedien bröckelt weiter. Gestern etwa veröffentlichte Anne Seith, die auch für die SPIEGEL-Titelgeschichte "Der diskriminierte Mann" verantwortlich war, gemeinsam mit ihrem Kollegen Jonas Weyrosta (schreibt sonst für den "Freitag" und die "taz") auf Spiegel-Online einen Artikel über die Benachteiligung von Männern in Gesundheitsfragen:

Männer erleiden doppelt so oft einen Herzinfarkt wie Frauen und sterben früher. Trotzdem fokussiert sich die Gesundheitspolitik vor allem auf Frauen.




3. Der FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner beantwortet eine Frage zum "Wechselmodell" (gemeinsamer Betreuung des Nachwuchses durch beide Eltern nach einer Trennung).

Dieser Antwort getreu sieht ein aktuelles Wahlkampfplakat der FDP so aus.

Wer immer noch glaubt, dass die männerfreundliche Linie der Freidemokraten bestimmt nicht von der Parteiführung unterstützt werde, dem kann ich in diesem Punkt auch nicht weiterhelfen.



4. Auf Telepolis veröffentlichte Peter Mühlbauer dieser Tage einen Vierteiler über das Verhalten der Parteien im Wahlkampf. Um Geschlechterpolitik geht es bei seiner Auseinandersetzung mit der Propaganda der SPD:

Der exzessiv benutzte Begriff "Fake News" (den man inzwischen durch "toxische Narrative" zu ersetzen versucht), erwies sich für die SPD als Bumerang, weil er sich von Bürgern auch auf die zahlreichen kleinen und großen Un- und Halbwahrheiten anwenden ließ, die Politiker regelmäßig von sich geben. Als Sigmar Gabriel beispielsweise suggerierte, Erdoğan-Anhänger hätten nach seiner Kritik an der Politik des türkischen Staatspräsidenten telefonisch seine Frau belästigt, obwohl es in Wirklichkeit nur ein "stadtbekannter Pöbler" war, hieß es auf Twitter beispielsweise: "Tja, da hat der Siggi wohl mal astreine Fake News verbreitet, um sich wichtig zu machen - Heiko, bitte übernehmen".

Trotzdem propagiert Bundesfamilienministerin Katarina Barley tapfer die längst auch von etablierten Medien widerlegte Fake News der SPD-Plakatkampagne, der zufolge Frauen bei gleicher Leistung 21% weniger als Männer verdienen sollen. (...). Wären Männer bei gleicher Leistung wirklich sagenhafte 21% teurer, würden ökonomiebewusste Firmen vermutlich keine Männer mehr einstellen. Barleys unbeholfener Versuch, die erstaunliche Zahl mit einem "unbereinigtem Gender Pay Gap" zu verteidigen, wirft die Frage auf, ob und wie Barley denn Frauen in sogenannten "harten Männerberufen" wie Müllfrau, Seefrau und Bergfrau unterbringen möchte. Auch, dass Schulz diesen Gender Pay Gap als Vater seiner Töchter ansprach, kam in Sozialen Medien eher nicht so gut an. Dort hielt man ihm entgegen: "Als junge Frau ohne Kinder fühle ich mich echt ernst genommen, wenn die SPD lieber mit meinen Eltern über mein Gehalt redet als mit mir.


Ein kleiner Off-topic-Exkurs: In den letzten Tagen wurde FDP-Chef Lindner vom linken Lager mit der Behauptung angegriffen, er wolle sich mit seinen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik des AfD-Klientels andienen. Darüber sagt Mühlbauer alles Nötige in einem anderen Beitrag seines Mehrteilers:

Eine andere Partei, die mit der AfD um Wähler konkurriert ist die FDP. Als deren Vorsitzender Christian Lindner in der ZDF-Sendung Maybritt Illner verlautbarte, aus einem "Flüchtlingsstatus" könne "nicht automatisch ein dauerhafter Aufenthaltsstatus werden, gab er allerdings nur die Rechtslage nach Artikel 1 C (5) der Genfer Flüchtlingskonvention wieder - was Grünen-Politiker nicht davon abhielt, ihm eine Übernahme von AfD-Positionen vorzuwerfen. Der von den Piraten zu den Liberalen gewechselte Ali Utlu meinte dazu auf Twitter: "Geltendes Recht einzufordern rückt einen näher an den Rechtsstaat und nicht an die AfD."




5. Wieder zurück zum Thema: Das Blog "Geschlechterallerlei" veröffentlicht heute einen lesenswerten Gastbeitrag, in dem der Sohn einer Feministin schildert, welche Auswirkungen die Ideologie seiner Mutter auf seine Entwicklung zum Mann hatte.



6. Das Online-Magazin "Cracked" veröffentlicht einen lesenswerten Artikel über politische Bewegungen: 6 Reasons Good People Turn Into Monsters.



7. Genderama berichtete immer wieder über die Hexenjagden auf Männer an US-amerikanischen Hochschulen, sobald es um Vorwürfe sexueller Gewalt ging. Eine Frage, die in der Debatte bislang kaum eine Rolle spielte, dreht sich um die ethnische Zugehörigkeit der Beschuldigten. Das linksliberale Magazin "The Atlantic" kommt darauf jetzt in dem Artikel "The Question of Race in Campus Sexual-Assault Cases" zu sprechen. Es gibt nämlich Hinweise darauf, dass sich auch hier wieder mehrere Diskriminierungsfaktoren – hier die Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht und eine dunkle Hautfarbe – aufeinander addieren und schwarze Männer besonders stark betroffen sind:

The archetypal image of the campus rapist is a rich, white fraternity athlete. The case of Brock Turner—the freshman swimmer at Stanford University convicted last year of sexually assaulting an unconscious woman after meeting her at a party, but sentenced to only six months in jail—reinforced this. Petula Dvorak, a Washington Post columnist, wrote, "The brilliant smile of a Stanford swimmer with Olympic dreams, the happy privileged face of a white college kid named Brock Turner … This is what a campus sexual predator looks like."

Amy Ziering, the producer of The Hunting Ground, a 2015 campus-sexual-assault documentary, has said much the same thing. In a radio interview, she asserted that her movie exposed "privileged" well-off white men and challenged "dominant white male power." But a close viewing of her film reveals a different reality. Her movie tells at length the stories of four allegations. In at least three of the cases, the accused is black.

How race plays into the issue of campus sexual assault is almost completely unacknowledged by the government. While the Office for Civil Rights (OCR), which regulates how colleges respond to sexual assault, collects a lot of data on race, it does not require colleges and universities to document the race of the accused and accuser in sexual-assault complaints. An OCR investigator told me last year that people at the agency were aware of race as an issue in Title IX cases, but was concerned that it’s "not more of a concern. No one’s tracking it."


Hier geht es weiter.



8. Im britischen "Telegraph" jubelt Neil Lyndon – ein Publizist, der noch vor mir erklärter Kritiker einer einseitigen Geschlechterpolitik war: "Finally, powerful women are speaking up for the rights of men. Equality just got a step closer". Seine Freude darüber, dass sich in den USA immer mehr Frauen gegen die grassierende Hetze auf Männer positionieren, ist verständlich:

Such was the hold of the gynocentric, feminist creed, I argued, that nobody would admit that inequalities could apply to men – no matter how obvious and incontestable the facts – if it was solely men who were pointing out those injustices. The automatic, knee-jerk response was invariably to jeer that there must be something wrong with those guys – they must be misogynistic woman-haters or suffer some inadequacy like having a little willy or being unable to get a girlfriend.

If, however, the protests and the arguments came from women – especially if those women were manifestly mature, educated, balanced and successful in their own lives – then no such philistine, sexist reaction would be possible. The only knee-jerk dismissal available is to sneer that such women must have "internalised their own misogyny". Anybody who fancies their chances should try that line on Cynthia Garrett and see how it goes.

The mothers who have banded together in FACE are part of a growing worldwide movement consisting of women speaking on behalf of men. In the UK, they can be found among The Liberty Belles and Women against Feminism. In the US, they include Karen Straughan of girlwriteswhat (@girlwriteswhat ) and Cassie Jaye, maker of the ground-breaking documentary film The Red Pill.

On behalf of their sons, their grandsons and their husbands, these women are demanding better treatment for boys in schools and for fathers in the family courts. With nothing to gain for themselves, they are standing up against manifest injustice, just as the men of this country and the West, led by John Stuart Mill and Henry Fawcett, acted to repair the manifest inequalities and injustices in the position of nineteenth century women.

Men – and the world – now need ten million more such women to make their voices heard.




9. Werfen wir nach längerer Zeit mal wieder einen Blick ins exotische Ausland: Die südasiatische Nachrichten-Website "Manorama" fragt, ob vor allem Familien Männer in den Selbstmord treiben. Der Anlass für diese Vermutung: 75 Prozent der Männer, die sich das Leben nehmen, sind verheiratet.

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